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3. Fachtag in Sachsen zum Thema Psychische Belastungen bei der Arbeit

Blick in den Tagungsraum des 3. Fachtages in Sachsen zum Thema Psychische Belastungen bei der Arbeit

(© Anja Schmidt)

Staatssekretär Stefan Brangs begrüßt Teilnehmer des 3. Fachtages (© Anja Schmidt)

Staatssekretär Stefan Brangs: „Betriebsklima ist auch ein Wirtschaftsfaktor“

     

    Unter dem Titel „Von heiter bis wolkig – Betriebsklima gestalten und Krisen meistern“ fand am 28. August 2018 der 3. Fachtag der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen statt. Fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in Dresden zusammen, um aus professioneller Sicht über das soziale Miteinander im Betrieb zu diskutieren.

     

    Dabei ging es nicht nur um die gute Zusammenarbeit, sondern auch um den Umgang mit psychisch erkrankten oder süchtigen Beschäftigten, die Lösung von Konflikten und Verhinderung von Gewalt am Arbeitsplatz. Das alles gehört auch zu den Aufgaben einer Führungskraft.

    Staatssekretär Stefan Brangs betonte deshalb bei seiner Eröffnung: „Führungsverhalten, Fehlerkultur, Konfliktmanagement und Umgang mit Krisen sind Themen, die oft als „weich“ abgetan werden. Tatsächlich sind sie knallhart und entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.“

     

    Ungelöste Konflikte im Betrieb können bis zu 50.000 Euro kosten, wie eine Studie der Unternehmensberatung KPMG ermittelt hat. Nicht nur aus ethischen Gründen, auch in Zeiten von Fachkräftemangel lohnt sich die Investition in ein gutes Miteinander und respektvollen Umgang.

     

    Als Einstieg ins das Thema referierte Herr Helmut Schröder vom Wissenschaftlichen Institut der AOK über die Facetten der Unternehmenskultur und die Analysen des Fehlzeitenreports zu Krisen von Erwerbstätigen. Auch wenn diese nicht arbeitsbedingt sind, beeinflussen sie auch das Arbeitsleben. Frau Claudia Hesse von der Mobilen Hauskrankenpflege Kröber gab einen Einblick in Aktivitäten, die Unternehmen für ein gutes Betriebsklima leisten können.

     

    Der Fachtag stand unter dem Dach der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen und fand im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie statt. Das SMWA organisierte die Tagung gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. 16 weitere Institutionen, wie Deutsche Rentenversicherung, BARMER, Agentur für Arbeit, Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Unfallkasse Sachsen, Landesdirektion Sachsen, TU Dresden oder Suchtberatungsstellen präsentierten ihre Unterstützungsangebote und diskutierten mit den betrieblichen Vertreterinnen und Vertretern über geeignete Lösungswege. Hier wurde die Kompetenz der vielen Institutionen an einem Ort gebündelt, um die Vielfalt der präventiven Leistungen und ihre Schnittstellen darzustellen. Damit wurde in Sachsen ein weiterer Schritt für die in der Nationalen Präventionsstrategie geforderte Kooperation der Akteure gegangen.