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Elektromagnetische Felder

Rechtliche Grundlagen

Am 19. November 2016 ist die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern - EMFV) in Kraft getreten. Mit dieser Verordnung wurde die Richtlinie 2013/35/EU in nationales Recht umgesetzt.

 

Die EMF-Verordnung regelt die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten vor tatsächlichen oder möglichen Gefährdungen  ihrer Sicherheit und Gesundheit durch Einwirkung elektromagnetischer Felder bei Tätigkeiten am Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber hat auf der Grundlage des Arbeitsschutzgesetzes die Beurteilung der Arbeitsbedingungen vorzunehmen und abhängig von den Gefährdungen geeignete Maßnahmen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten festzulegen.

 

Im Anhang der EMFV sind Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen zur Vermeidung von Gefährdungen durch direkte und indirekte Wirkungen infolge der Einwirkung von elektromagnetischen Feldern festgelegt. Diese Expositionsgrenzwerte und Auslöseschwellen beziehen sich nur auf Kurzzeitwirkungen von elektromagnetischen Feldern, da bisher kein wissenschaftlicher Nachweis für Langzeitwirkungen von elektromagnetischen Feldern vorliegt.

 

Leitfaden der Europäischen Kommission zur EMF-Richtlinie 2013/35/EU

Zur Erleichterung der Durchführung der Richtlinie 2013/35/EU - Elektro- magnetische Felder hat die Kommission im November 2015 einen nicht verbindlichen Leitfaden mit bewährten Verfahren bereitgestellt. Dieser  Leitfaden ist in erster Linie als Anleitung für Arbeitgeber  gedacht. Darüber hinaus kann er auch für Arbeitnehmervertreter und Aufsichtsbehörden in den Mitgliedstaaten nützlich sein. Der Leitfaden ist elektronisch in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

Der Leitfaden besteht aus zwei Bänden und einem gesonderten Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

 

Fortbildungsveranstaltung des VDGAB am 24.01.2018 in Dresden

Am 24. Januar 2018 wurde durch den VDGAB, Sektion 14 Sachsen, in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Landesdirektion Sachsen in den Räumen der Landesdirektion Sachsen eine Fortbildungsveranstaltung zu den Themen "Physikalische Einwirkungen bei der Arbeit" sowie "Arbeitsschutzver-ordnung zu elektromagnetischen Feldern - EMFV" für die Bediensteten der sächsischen Arbeitsschutzverwaltung sowie die FASI-Partner  VDSI und VDRI organisiert.

Herr Dr. Erik Romanus, BAuA Dortmund, stellte in einem Übersichts-vortrag "Physikalische Einwirkungen bei der Arbeit - alles geregelt?" die Gesamtproblematik der physikalischen Arbeitsumweltfaktoren und deren rechtliche Regelungen in Europa und Deutschland dar.

Durch Herrn Peter Jeschke, BAuA Dortmund, wurde die neue Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Aufsichtshandeln sowie das in Erarbeitung befindliche Technischen Regelwerk (TREMF) umfassend vorgestellt.  

Beide Vorträge können hier nachgelesen werden: