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GDA MSE

Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen: "Prävention macht stark - auch Deinen Rücken"

 gdabewegt


(© gdabewegt)


Das Arbeitsprogramm dient der Verringerung von Muskel-und Skelett-Erkrankungen (MSE). Bereits zum 2. Mal findet es statt, denn:

  • arbeitsbedingte MSE verursachen die meisten Arbeitsunfähigkeitstage, mit ca. 25 % stehen sie an der Spitze der Statistik seit Jahren
  • MSE sind nach wie vor die zweithäufigste Ursache für Frühverrentungen und
  • trotz Technisierung sinken die MSE nicht, im Gegenteil, mit dem demografischen Wandel werden sie weiter ansteigen, denn über 60-Jährige sind z.B. 7x länger krank als unter 25-Jährige.

Sowohl eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsbedingungen (insbesondere von bewegungsarmen/ einseitig belastenden Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit hohen körperlichen Belastungen) als auch die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Beschäftigten tragen hierzu bei.

Um dies zu erreichen, sollen beispielsweise

  • mehr und bessere Gefährdungsbeurteilungen zu physischen und psychischen Belastungen durchgeführt,
  • die Anzahl der Unternehmen mit ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und Arbeitsabläufen erhöht sowie
  • die Führungskompetenz als auch das Verhalten der Beschäftigten bzgl. der Prävention von MSE gestärkt werden.

Von September 2014 bis Dezember 2017 finden bundesweit mehr als 16.000 Besichtigungen statt. Eine Pilotierungsphase zur Evaluierung der Erhebungsdokumente erfolgte im April/ Mai 2014.

Sachsen beteiligte sich an dieser Pilotierungsphase. Das Arbeitsprogramm erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Arbeitsschutzbehörden und den Unfallversicherungsträgern. Die Grundlage bildet eine Umsetzungsvereinbarung, welche von beiden Seiten am 24. Juli 2014 unterzeichnet wurde. Vor Beginn der Besichtigungen wurden die sächsischen Aufsichtsbeamten in der Umsetzung des Programms vom SMWA geschult. Daran nahmen auch Aufsichtspersonen verschiedener Unfallversicherungsträger teil.

Bilder: Ungünstige Körperhaltungen könnten durch eine ergonomische Arbeitsgestaltung vermieden werden.

Ungünstige Körperhaltungen könnten durch eine ergonomische Arbeitsgestaltung vermieden werden.
(© SMWA)

Bisher haben die Fachkollegen der staatlichen Arbeitsschutzbehörde 99 Besichtigungen zur Verringerung von MSE in Sachsen durchgeführt. Die Auswahl der Betriebe beruht auf dem Prinzip einer risikoorientierten Überwachungstätigkeit. Dementsprechend ist das AP MSE schwerpunktmäßig auf die Branchen Schlachtereien, Metallerzeugung und –bearbeitung, Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Tiefbau, vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe, Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Großhandel sowie Krankenhäuser ausgerichtet.

Mehr Informationen zum Arbeitsprogramm MSE und zu Handlungshilfen für die Praxis auf dem GDA-Portal