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Nano-Tagung der Sächsischen Arbeitsschutz-Konferenz am 19. April 2012

Nanotechnologie - traditioneller Arbeitsschutz für innovative Materialien?

Bild: Impressionen aus dem Konferenzsaal

(© SMWA)

Die Sächsische Arbeitsschutz Konferenz (SAK), in der neben der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung und den Berufsgenossenschaften die Unfallkasse Sachsen, Fachbehörden und -verbände, Kammern und Sozialpartner organisiert sind, will u.a. helfen, das Niveau des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu erhalten bw. zu verbessern und mit den Partnern dazu regelmäßig Schwerpunkte und Strategien zu beraten. Im Sinne dieser Zielstellung nimmt sie sich unter wesentlicher Beteiligung des SAK-Mitgliedes Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA, Standort Dresden) auch des Themas Nanotechnologie aus der Sicht des Arbeitsschutzes an. Ihre Klientel wird immer wieder mit kritischen Fragen zu Nano konfrontiert. Dabei besteht weitgehend Einigkeit über die Chancen dieser Zukunftsbranche bis hin zu Euphorie. Wesentlich differenzierter werden die damit verbundenen Risiken gesehen. Die Skala reicht hier von Verharmlosung oder Fatalismus bis zum Vergleich mit dem Asbest-Problem.

Ziel der Tagung war es deshalb, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Arbeitsschutzakteure der Sozialpartner, der Wissenschaft, der Unfallversicherungsträger und der Arbeitsschutzbehörden für das Thema zu sensibilisieren und dazu  beizutragen, dass eine sachliche Diskussion zu den Gesundheitsrisiken geführt werden kann. Hierzu haben die Experten der BAuA (Dortmund, Berlin) und weiterer namhafter Institutionen mit der Darlegung valider Erkenntnisse und dem Aufzeigen von offenen Fragen einen wertvollen Beitrag geleistet. Mit Beiträgen, die das Spektrum von Rechtsvorschriften über Gesundheitsrisiken, Expositionsermittlung bis hin zu Schutzmaßnahmen abdeckten, wurden nicht zuletzt Anregungen für die Gefährdungsbeurteilung geboten. Es zeigte sich, dass die Morphologie der Nanomaterialien und die Entwicklung geeigneter und standardisierter Messverfahren von besonderer Bedeutung für die Ermittlung des Gesundheitsrisikos sind und in zahlreichen Forschungseinrichtungen intensiv daran gearbeitet wird.

Schließlich wurde deutlich, dass – anders als beim Asbest – rechtzeitig und flankierend das Schädigungspotential für Mensch und Umwelt untersucht wird. Das Auditorium äußerte den Wunsch nach Wiederholung einer solch komplexen Veranstaltung in ca. 3 Jahren.   

Dr. Rüdiger Pipke

Moderation

Dr. Rüdiger Pipke, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund

    Dr. Hannelore Döhler

    Begrüßung und Eröffnung

    Dr. Hannelore Döhler, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dresden

      Dr. Julia Lohscheidt

      Grußwort

      Dr. Julia Lohscheidt, BAuA, Dresden

        Prof. Dr. Thomas Gebel

        Gesundheitsrisiken bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien

        Prof. Dr. Thomas Gebel, BAuA, Dortmund

        Sabine Plitzko

        Charakterisierung und Messung

        Sabine Plitzko, BAuA, Berlin

        Dr. Rolf Packroff

        Rechtsvorschriften für Nanomaterialien zu Chemikaliensicherheit und Arbeitsschutz

        Dr. Rolf Packroff, BAuA, Dortmund

        Dr. Miriam Baron

        Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung zum sicheren Arbeiten mit Nanomaterialien

        Dr. Miriam Baron, BAuA, Dortmund

        Prof. Dr. Stephan Lambotte

        Tätigkeiten mit Nano-Expositionen aus der Sicht eines Sicherheitsingenieurs

        Prof. Dr. Stephan Lambotte, Hochschule Furtwangen

        Dr. Dana Kühnel

        Beitrag zu sächsischen Nano-Aktivitäten

        Dr. Dana Kühnel, Umweltforschungszentrum Leipzig

        Dr. Michael Stintz

        Expositionsermittlung bei der Herstellung oder Verwendung von Nanomaterialien

        Dr. Michael Stintz, TU Dresden

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