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Jugendarbeitsschutz

Gesetzliche Grundlagen

Junge Menschen müssen geschützt werden, damit ihre Gesundheit nicht gefährdet wird und ihre Entwicklung ungestört verlaufen kann. Das

Jugendarbeitsschutzgesetz und die
Kinderarbeitsschutzverordnung

schützen Kinder und Jugendliche deshalb vor Gesundheitsschäden durch Arbeit, die zu früh beginnt, zu lange dauert, zu schwer ist, sie gefährdet oder die für sie ungeeignet ist.

Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist Kinderarbeit bis auf genau festgelegte Ausnahmen verboten. Für die Beschäftigung Jugendlicher enthält das Jugendarbeitsschutzgesetz Pflichten der Arbeitgeber, wie die Beurteilung der Arbeitsbedingungen, die menschengerechte Gestaltung der Arbeit und die Einhaltung von Vorschriften über Arbeitszeit und Freizeit. Zudem regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz die gesundheitliche Betreuung der Jugendlichen. Vor Aufnahme der Tätigkeit ist eine ärztliche Untersuchung der Jugendlichen vorgeschrieben. Ein Jahr nach Beginn der Ausbildung oder Aufnahme der Tätigkeit müssen die Jugendlichen, die noch nicht 18 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung vorlegen.

Weiterführende Informationen, auch zu Abrechnung und Vergütung der Untersuchung, sind im Portal "Amt24" nachlesbar.

    Jugendarbeitsschutz - Wichtige Regelungen im Überblick

    Jugendarbeitsschutz-Wichtige Regelungen im Überblick

    Regelungen im Jugendarbeitsschutz
    (© Initial Werbung & Verlag)

    Arbeitszeit, Pausen, Freizeit, Berufsschulunterricht und Prüfungen, Beschäftigungsverbote, Pflichten des Arbeitgebers... - kurz und knapp zusammengefasst

    "Erlebensbild Arbeit" bei Auszubildenden - Erfahrungsaustausch am Runden Tisch

    Erfahrungsaustausch am Runden Tisch Hotel- & Gaststättengewerbe

    Erfahrungsaustausch am Runden Tisch Hotel- & Gaststättengewerbe
    (© SMWA)

    Im November 2016 luden das SMWA und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Regionaler Transfer Dresden zum Erfahrungsaustausch am Runden Tisch ein. Diskutiert wurde, welchen Stellenwert Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Berufsausbildung haben. Im Fokus standen die Branchen Pflege, Hotel- & Gaststättengewerbe und Bau. Lehrer, Ausbilder, Betriebsleiter, Vertreter aus Arbeitsschutzbehörden, Berufsverbänden, Kammern, Branchengewerkschaften, Berufsgenossenschaften und Azubis sprachen nicht übereinander sondern in konstruktivem Miteinander über dieses wichtige Thema. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist hier nachlesbar. Am 26. Oktober 2017 wird ein Fachtag im Hygienemuseum Dresden diese Thematik weiter vertiefen. Programm und Anmeldemodailtäten werden in Kürze bekannt gegeben.

    Arbeitsminister Martin Dulig übernimmt Schirmherrschaft über DEHOGA-Label "Empfohlener Ausbildungsbetrieb"

    Arbeitsminister Martin Dulig im Gespräch mit Azubis

    Das Hotel an der Oper in Chemnitz und das Best Western Hotel am Schlosspark in Lichtenwalde bieten Azubis attraktive Ausbildungsbedingungen an.
    (© MEDIENKONTOR)

    Beide Häuser stellen unter Beweis, dass ein gutes Arbeitsklima, geregelte Arbeitszeiten, Familienfreundlichkeit - Stichwort Teilzeitjobs – eine faire Bezahlung und regelmäßige Weiterbildungen der Belegschaft zum Arbeitsalltag dieser Branche gehören können. Am 11. November 2016 überreichte Arbeitsminister Martin Dulig den Direktoren die Urkunde, die nun beide Hotels als „Empfohlene Ausbildungsbetriebe“ ausweisen.

    Arbeiten ohne Pause - Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten

    Auszug aus BAuA-PM - 02.02.2016: "Etwa ein Fünftel der Erwerbstätigen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren arbeitet in Deutschland häufig ohne Pause. Gerade in der Dienstleistungsbranche verzichten junge Beschäftigte auch an Tagen mit mehr als sechs Stunden Arbeitszeit auf eine Erholungsphase. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Detailanalyse der BIBB/BAuA-Jugenderwerbstätigenbefragung 2012. Den Verzicht auf die Pause begründet etwa die Hälfte der Befragten mit der zu bewältigenden Arbeitsmenge. Diese und weitere Daten und Fakten fasst die BAuA in dem nun veröffentlichten Faktenblatt "Arbeiten ohne Pause – Verstöße gegen Pausen- und Ruhezeitregelungen von jungen Beschäftigten" zusammen..."

      „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ - keine Beschäftigung nach Jugendarbeitsschutzgesetz

      Jedes Jahr beteiligen sich sächsische Schülerinnen und Schüler am Aktionstag „genialsozial“. An diesem Tag tauschen sie die Schulbank gegen einen bezahlten Arbeitsplatz. Mit ihrem Lohn unterstützen sie lokale oder globale soziale Projekte. Arbeitsschutzrechtlich stellt die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an diesem Tag keine Beschäftigung im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes dar, wenn diese Aktion in Zusammenarbeit mit den Schulen stattfindet und der pädagogisch-soziale Zweck dabei im Vordergrund steht. Einem sozialen Engagement von Kindern stehen das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Kinderarbeitsschutzverordnung nicht im Wege. Gleichwohl gelten diese Regelungen als Richtschnur für die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Aktionstages. Das heißt, die von den Schülern ausgeübten Tätigkeiten müssen leicht und für sie geeignet sein; die allgemeinen Grundsätze des Jugendarbeitsschutzes sind einzuhalten.

      Infografik zur Jugendarbeitslosigkeit

      Arbeitsunfälle von Kindern und Jugendlichen in Sachsen

      Bei der Gegenüberstellung der Anzahl der allgemeinen Arbeitsunfälle pro 1000 Erwerbstätige in Deutschland und Sachsen für die Jahre 2009 – 2011 zeigte sich bei der Altersklasse der unter 18-Jährigen, dass Sachsen mit 71,4 Arbeitsunfällen/1000 Erwerbstätige deutlich über dem Durchschnitt für Deutschland mit 55,5 Arbeitsunfällen/1000 Erwerbstätige liegt.

      Logo Deutscher Jugend-Arbeitsschutz-Preis

      Deutscher Jugend-Arbeitsschutz-Preis

      Mit dem Deutschen Jugend-Arbeitsschutz-Preis (JAZ) zeichnet die Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI) e.V. motivierte Jugendliche aus, die mit innovativen Ideen und möglichst geringem Aufwand den Arbeitsschutz im eigenen Unternehmen verbessern. Die ersten drei Platzierungen sind mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 6.000 Euro dotiert. Informationen zu Teilnahmebedingungen, Preisen und Preisträgern sind über die JAZ-Homepage zu finden.

      Foto mit Ausbilder und Azubi

      AZUBIS sind keine frei verfügbaren Arbeitskräfte!

      Die Berufsausbildung und Beschäftigung Jugendlicher ist im Jugendarbeitsschutzgesetz geregelt. Trotzdem gibt es Unternehmer, die diesbezüglich eigene Regeln anwenden. Selbst wenn dies mit guten Absichten geschieht, die Arbeitsschutzbehörde stimmt dem nicht zu.

      Publikationen

      Weiterführende Informationen

      Das Schulportal der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) "Lernen und Gesundheit" bietet allgemeinbildenden und Berufsschulen Unterrichtsmaterialien einschl. audiovisueller Medien zu einer Vielzahl von Arbeitsschutzthemen an. Für Lehrkräfte und Ausbilder stehen didaktisch-methodische Kommentare zur Verfügung. Die Materialien werden kostenfrei zum Download angeboten.

      "Jugend will-sich-er-leben" ist ein weiteres DGUV-Portal, das sich an Azubis wendet. Ob man sich in seiner Ausbildung auf einem guten Weg befindet kann man hier herausfinden. Eine Vielfalt an Videos und die Möglichkeit Kreativpreise zu gewinnen runden das informative Angebot ab.