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Landesausschuss für Jugendarbeitsschutz

Der Landesausschuss für Jugendarbeitsschutz (LA) ist 1993 auf der Grundlage von § 55 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gebildet worden. Diesem Gremium gehören Vertreter der Sozialpartner, der Aktion Jugendschutz Sachsen, der Bundesagentur für Arbeit, des Landesjugendamtes, der Landesärztekammer, des Sächsischen Sozialministeriums und des Sächsischen Kultusministeriums an. Die Ausschussmitglieder werden durch das SMWA berufen. Ihre Tätigkeit ist ehrenamtlich.

Der LA hat nach § 57 JArbSchG folgende Aufgaben:

  • Beratung des SMWA in allen allgemeinen Angelegenheiten des Jugendarbeitsschutzes
  • Unterbreitung von Vorschlägen für die Durchführung des JArbSchG
  • Aufklärung über Inhalt und Ziel des Jugendarbeitsschutzes
  • Berichterstattung über die Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Jahresbericht der Gewerbeaufsicht
  • Das SMWA beteiligt den LA in Angelegenheiten von besonderer Bedeutung, insbesondere vor Erlass von Rechtsvorschriften zur Durchführung des JArbSch

Kontaktadresse der Geschäftsstelle:

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Geschäftsstelle des Landesausschusses für Jugendarbeitsschutz
Wilhelm-Buck-Straße 2 | 01097 Dresden
Tel.: 0351- 564 8258 | Fax: 0351- 4510 088 576
E-mail: arbeitsschutz@smwa.sachsen.de

Berichterstattung über die Tätigkeit des LA

Die Berichterstattung über die Tätigkeit des LA erfolgt im Jahresbericht der Gewerbeaufsicht des Freistaates Sachsen

Befragungsergebnisse zum Jugendarbeitsschutz an Beruflichen Schulzentren in Sachsen

Im Jahr 2014 initiierte der LA eine Befragung von Azubis an Beruflichen Schulzentren (BSZ) in Sachsen zur Einhaltung der Jugendarbeitsschutzbestimmungen während ihrer Berufsausbildung. Auslöser dafür waren deutlich erhöhte Arbeitsunfallzahlen bei Jugendlichen in Sachsen im Vergleich zu den Daten in Deutschland als auch Beschwerden Betroffener über qualitativ mangelhafte Ausbildungsbedingungen. Von 63 BSZ beteiligten sich 42 BSZ mit insgesamt 1.551 Azubis, darunter 282 Jugendliche an der Befragung.

Die Auswertung lieferte für die Gruppe der Jugendlichen u.a. folgende Ergebnisse:

  • 58% leisten Überstunden
  • 55% erhalten keine Information zu ihren Überstunden
  • 49% erhalten keine Arbeitsschutzunterweisungen oder nur einmal jährlich
  • 40% haben unzureichende Pausenzeiten bei Arbeiten über 6 Stunden

Die aus den Ergebnissen abgeleiteten Handlungsempfehlungen des LA an das SMWA sind in der Berichterstattung 2014 nachlesbar.