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Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA)

Mensch und Arbeit im Einklang

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist eine auf Dauer angelegte konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Über eng am betrieblichen Bedarf orientierte Arbeitsschutzziele, transparente und praxisgerechte Vorschriften und Regeln sowie zeitgemäße Beratungs- und Überwachungskonzepte sollen Anreize für die Betriebe geschaffen werden, eine nachhaltige und langfristig angelegte Präventionspolitik zu betreiben. Arbeitsschutz soll Innovationen unterstützen, nicht hemmen.

Im Zeitraum 2013 - 2018 arbeiten die Träger der GDA gemeinsam an der Verwirklichung der folgenden Arbeitsschutzziele:

In Sachsen haben die GDA-Träger (Arbeitsschutzbehörden und Unfallversicherungsträger) für die Realisierung dieser Arbeitsschutzziele Umsetzungsvereinbarungen unterzeichnet. Diese regeln das Zusammenwirken und die Aktivitäten der GDA-Träger nach bundesweit einheitlichen Kriterien.

Fortbildung „Prävention in der Arbeitswelt – was tun bei physischen und psychischen Belastungen“ 14. November 2017

Auf  der Veranstaltung in Dresden haben sich siebzig Betriebs- und Personalräte aus unterschiedlichen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung, Betriebsberater der Sozialversicherungsträger und Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsschutzbehörde zum Umgang mit  physischen und psychischen Belastungen bei der Arbeit fortgebildet.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Arbeitsprogramme zur Verringerung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Störungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie statt. Sie ist ein Beitrag zur sächsischen Kampagne „Gute Arbeit für Sachsen“. Erstmals standen die Betriebs- und Personalräte als Adressaten im Fokus.

Die Gewerbeaufsicht und die Unfallversicherungsträger haben in den letzten Jahren Tausende von Betrieben aufgesucht. Ihr Augenmerk richtete sich insbesondere auf  die physischen und psychischen Belastungen. Dabei wurde auch die Frage gestellt, ob der Betriebsrat an der Gefährdungsbeurteilung beteiligt wurde. Die Auswertung zeigt eindeutig, dass die Qualität der Gefährdungsbeurteilung höher ist, wenn der Betriebsrat mitwirkte. Das bedeutet, dass die Betriebs- und Personalräte einen hohen Beitrag zur Gesunderhaltung der Beschäftigten leisten.

Der Staatssekretär für Arbeit, Herr Stefan Brangs, eröffnete die Fortbildung und führte aus, wie wichtig gute Arbeitsbedingungen sind: „Den Wettbewerb um die Fachkräfte von heute und vor allem von morgen können wir nur mit guten und sicheren Arbeitsbedingungen, gebotener Wertschätzung und guten Rahmenbedingungen gewinnen – und nicht mit dem Billig- und Niedriglohn-Image der vergangenen Jahre.“

Frau Prof. Hiltraut Paridon von der SRH Hochschule für Gesundheit aus Gera und Herr Prof. Rolf Ellegast vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus Sankt Augustin führten aus, welche gesundheitlichen Risiken mit psychischen und physischen Belastungen bei der Arbeit verbunden sind und welche Möglichkeiten zu ihrer Reduzierung bestehen. Nach den wissenschaftlichen Grundsatzvorträgen zeigte Frau Petra Zahm, Referentin im SMWA, welche Verantwortung der Gesetzgeber dem Arbeitgeber aufgelegt hat und aus welchen Arbeitsschritten die Gefährdungsbeurteilung besteht.

Ausführlich wurden die verschiedenen Verfahren zur Erfassung der physischen und psychischen Belastungen vorgestellt. Frau Dr. Karla Heinicke, Referentin im SMWA, Frau Heike Kramer und Herr Manfred Jäger, Aufsichtsbeamte der Landesdirektion Sachsen, präsentierten die Leitmerkmalmethoden zur Erhebung von physischen Belastungen beim Heben und Tragen, Ziehen und Schieben und bei manuellen Arbeiten. Frau Dr. Ulrike Rösler, Gruppenleiterin an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, und Frau Dr. Attiya Khan, Referentin im SMWA, zeigten wie psychische Gefährdungen durch Beobachtung, Fragebögen oder im Workshop ermittelt werden können.

Neben den Vorträgen gab es auch ausreichend Raum für Gespräche und den Erfahrungsaustausch.

 

Impressionen

Weitere Informationen zum Thema

Auf den GDA-Seiten sind unter www.gda-portal.de Fachinformationen zu den Arbeitsprogrammen 2013-2018, Handlungshilfen und Empfehlungen für Unternehmen und vieles mehr zu finden.