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Erfahrungsaustausch zu Röntgenverordnung & Mammographie-Screening-Programm

Am 16. November 2006 trafen sich die in Sachsen bestimmten Sachverständigen mit Vertretern der ärztlichen Stellen und der Regierungspräsidien zu einem Erfahrungsaustausch in der sächsischen Landeszahnärztekammer. Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Röntgendiagnostik und die dabei zu beachtenden Sicherheitsvorschriften und Qualitätsstandards standen im Mittelpunkt der Beratung. Breiten Raum nahm die Einführung eines Programmes zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs bei Frauen mittels Mammographie ein.

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. Etwa zehn Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens daran, die meisten nach dem 50. Lebensjahr. Internationale Studien haben gezeigt, dass ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie für die Altersgruppe der 50 bis 69jährigen Frauen die Sterblichkeit an Brustkrebs deutlich senken kann. Aus diesem Grunde hat der Deutsche Bundestag einstimmig gefordert, ein flächendeckendes Mammographie-Screening einzuführen. Danach haben alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf eine Mammographie-Screening-Untersuchung, sobald das Screening in ihrer Region angeboten wird.

In Sachsen ist die Durchführung von Röntgenuntersuchungen im Rahmen des Mammographie-Screening seit 2006 zugelassen. An die Qualitätssicherung bei diesen Untersuchungen werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Nur die Einhaltung einer hohen Qualität bei allen Untersuchungsschritten in Verbindung mit einer hohen Teilnahmequote der Frauen gewährleistet die Erreichung der gesteckten Ziele.

Die Voraussetzungen zur Teilnahme am Mammographie-Screening werden bei allen teilnehmenden Ärzten vor dem Start des Programmes im Rahmen einer Sachverständigenprüfung ermittelt. Dabei sind sowohl der Ausrüstungsstand der Röntgengeräte als auch die Qualifikation des Bedienpersonals und das Vorliegen der behördlich geforderten Erlaubnisse und Genehmigungen Gegenstand der Prüfungen. In der Diskussion zwischen Sachverständigen und Behördenvertretern konnten wertvolle Anregungen für die arbeitsteilige Einflussnahme auf die Qualitässischerung abgeleitet werden.

Weitere Tagesordnungspunkte waren Anforderungen an das Zusammenwirken und die Kombination verschiedener Geräteklassen bei modernen Therapieverfahren sowie die Prüfung von Röntgengeräten in der Zahnheilkunde und spezielle Dentalröntgenverfahren. Diesen Geräten und Verfahren ist besondere Aufmerksamkeit aufgrund ihrer weiten Verbreitung in Zahnarztpraxen zu widmen. Der Austausch von Erfahrungen in diesem Bereich kann zukünftig helfen, auftretenden Problemen schnell und wirksam begegnen zu können.