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Portal-Illustration: Arbeitsschutz (Fotolia.com: #24520637 © Ruslan Olinchuk)
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Willkommen bei der Arbeitsschutzverwaltung des Freistaates Sachsen

Die Überwachung des Arbeitsschutzes nach den entsprechenden Gesetzen und Verordnungen und die Beratung der Arbeitgeber bei der Erfüllung ihrer Pflichten ist Aufgabe der staatlichen Arbeitsschutzbehörden. Vorrangiges Ziel ist es, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Denn: Sichere und gesunde Arbeit ist gute Arbeit!

Nachrichten

"Erlebensbild Arbeit bei Auszubildenden - Arbeitsschutz ist keine Nebensache" Erfahrungsaustausch am Runden Tisch

Im November 2016 luden das SMWA und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Regionaler Transfer Dresden zum Erfahrungsaustausch am Runden Tisch ein. Diskutiert wurde, welchen Stellenwert Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Berufsausbildung haben. Im Fokus standen die Branchen Pflege, Hotel- & Gaststättengewerbe und Bau. Lehrer, Ausbilder, Betriebsleiter, Vertreter aus Arbeitsschutzbehörden, Berufsverbänden, Kammern, Branchengewerkschaften, Berufsgenossenschaften und Azubis sprachen nicht übereinander sondern in konstruktivem Miteinander über dieses wichtige Thema. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse ist hier nachlesbar.

Lutz Fleischwaren GmbH in Chemnitz erhielt erneut das „OHRIS – Zertifikat“

Am 19. Dezember 2016 erhielt der Chemnitzer Standort der Lutz Fleischwaren GmbH erneut das Zertifikat über die Anerkennung seines betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) nach OHRIS*. Werkleiter Dr. Stefan Kempe nahm das Dokument aus den Händen von Staatssekretär Stefan Brangs in Empfang.

Die Lutz Fleischwaren GmbH in Chemnitz ist ein führender Hersteller von Schinken- und Wurstspezialitäten sowie Convenience-Produkten. In fünf Produktionsstandorten werden Produkte unter der Marke LUTZ hergestellt und international vermarktet. Der Stammsitz befindet sich in Landsberg am Lech. Am Standort in Chemnitz sind 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Auch nach der Umfirmierung (bis 2014 VION Convenience Chemnitz GmbH) haben sich die Mitglieder des betrieblichen Arbeitsschutzausschusses dazu entschlossen, das AMS OHRIS fortzuführen, um die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten kontinuierlich zu verbessern.

Geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen haben im Betrieb Priorität. So konnte beispielsweise die Lärmbelästigung an der Brätlinie durch einen Auspacktisch mit einer dämpfenden Plastikplatte verringert werden. Die Nutzung von Hebehilfen an der Brätlinie trägt dazu bei, das Heben und Tragen schwerer Lasten zu erleichtern.

„Mit dem System OHRIS haben Sie ein von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO in Genf entwickeltes und in 178 Ländern der Welt anerkanntes Managementsystem in die betrieblichen Prozesse integriert und damit die Prävention auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes weiter ausgebaut“ merkte Staatssekretär Stefan Brangs anerkennend an.

*OHRIS: Occupational Health- and Risk-Managementsystem

Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit nehmen deutlich zu

PM der BAuA - 21.12.2016: "Die Arbeitsunfälle in Deutschland nehmen stetig ab. Mit insgesamt rund 945.000 Unfällen stabilisierte sich die Zahl der Arbeitsunfälle auch 2015 unterhalb der Millionengrenze. Dabei kommen auf 1.000 Vollarbeiter rund 23 Unfälle. Durch Arbeitsunfähigkeit fielen nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im vergangenen Jahr 587 Millionen Erwerbstage aus. Dies führte zu einem Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von 64 Milliarden Euro. Durch Verlust an Arbeitsproduktivität gingen der deutschen Volkswirtschaft damit rund 113 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt der statistische Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" (SuGA), den die BAuA jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt. Als klassische Indikatoren für die Güte von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit führt er die Unfallentwicklung und die Anzahl der Berufserkrankungen auf.

Die Zahl der Verrentungen aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit ist im Vergleich zu 2014 um 2,2 Prozent gestiegen. Wurden 2014 169.281 Fälle von Verrentung verzeichnet, waren es 2015 172.921 Fälle. Dabei haben die Verrentungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen jedoch wie in den Vorjahren weiterhin abgenommen - in den vergangenen drei Jahren um etwa 12 Prozent. Mit 42,9 Prozent sind psychische und Verhaltensstörungen mit Abstand häufigste Ursache für eine vorzeitige Verrentung.

Mit einem Anstieg von 8,8 Prozent weisen die Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit eine deutliche Zunahme auf. Auch die Zahl anerkannter Berufskrankheiten ist 2015 um 6,3 Prozent gestiegen. Diese Entwicklungen lassen sich auf die Aufnahme neuer Berufskrankheiten in die Berufskrankheiten-Verordnung im vergangenen Jahr zurückzuführen, auf die zusammen 9.303 Verdachtsanzeigen und 2.192 Anerkennungen entfallen..."

Den ausführlichen Wortlaut der Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Neue und geänderte Arbeitsschutzvorschriften in Kraft getreten

Die  Bundesregierung hat im November 2016 folgende, den Arbeitsschutz betreffende Verordnungen erlassen:

Verordnung zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen vom 30. November 2016
(BGBl. I Nr. 56 S. 2681 vom 2. Dezember 2016)

Mit dieser Verordnung werden die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) geändert sowie die Bildschirmarbeitsverordnung (BscharbV) außer Kraft gesetzt. Die Forderungen der Bildschirmarbeitsverordnung  wurden überarbeitet und in die Arbeitsstättenverordnung aufgenommen.
Die Änderungen sind am 3. Dezember 2016 in Kraft getreten.

Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/27/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen vom 15. November 2016
(BGBl. I Nr. 54 S. 2549 vom 18. November 2016)

Mit dieser Verordnung wird die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) geändert und damit die Richtlinie 2014/27/EU in nationales Recht umgesetzt. Ferner werden mit dieser Verordnung die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und die Baustellenverordnung (BaustellV)  geändert.
Die Änderungen sind am 19. November 2016 in Kraft getreten.

Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2013/35/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen vom 15. November 2016
(BGBl. I Nr. 54 S. 2531 vom 18. November 2016)

Mit dieser Verordnung wird eine Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern - EMFV) neu erlassen und damit die Richtlinie 2013/35/EU in nationales Recht umgesetzt. Ferner werden mit dieser Verordnung die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) und die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) geändert.
Die EMFV sowie die Änderungen sind am 19. November 2016 in Kraft getreten.

Die o. g. Verordnungen können auf der Homepage der Bundesanzeiger Verlag GmbH eingesehen werden (www.bgbl.de > kostenloser Bürgerzugang).

Es wird darauf hingewiesen, dass die Änderungsverordnungen zum Teil noch nicht auf der Homepage www.gesetze-im-internet.de (Juris-Datenbank) berücksichtigt sind!

Arbeitsminister Martin Dulig übernimmt Schirmherrschaft über DEHOGA-Label "Empfohlener Ausbildungsbetrieb"

Azubis finden im Hotel an der Oper in Chemnitz und im Best Western Hotel am Schlosspark in Lichtenwalde attraktive Ausbildungsbedingungen vor. Am 11. November 2016 überreichte Arbeitsminister Martin Dulig den Direktoren die Urkunde, die beide Hotels als „Empfohlene Ausbildungsbetriebe“ ausweisen. Zum Bericht.

E&A Elektrotechnik und Automatisierung GmbH erhielt "OHRIS-Zertifikat"

Am 21. September 2016 erhielt das Dohnaer Unternehmen E&A Elektrotechnik und Automatisierung GmbH bereits zum zweiten Mal das Zertifikat über die Anerkennung seines betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) nach „OHRIS“. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Daniel Heimann, nahm das Dokument aus den Händen von Dietrich Gökelmann, Präsident der Landesdirektion Sachsen, in Empfang.

Praxisseminare „Gutes Bauen in Sachsen – aber sicher !“

Der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks in Sachsen bietet in Kooperation mit der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen 2017 Praxisseminare rund um das Thema gutes und unfallfreies Arbeiten auf Baustellen an. Zielgruppe dieser Fachseminare sind Unternehmen des Dachdeckerhandwerkes, Unternehmen, die Arbeiten auf Dächern ausführen, wie z.B.  Zimmerer- und Maurerarbeiten, Bauklempnerarbeiten und Blitzschutzinstallation sowie Unternehmen, die Photovoltaikanlagen montieren. Angesprochen werden insbesondere Führungskräfte und Verantwortliche im Unternehmen wie z. B. Bauleiter und Poliere.

Hinweise für Anträge auf Bewilligung von Sonn- und Feiertagsarbeit nach Arbeitszeitgesetz (ArbZG) veröffentlicht

Für Anträge auf Bewilligung von Sonn- und Feiertagsarbeit durch die Aufsichtsbehörde nach § 15 Abs. 2 (Ausnahmen im öffentlichen Interesse) und § 13 Abs. 5 ArbZG (unzumutbare Beeinträchtigung durch ausländische Konkurrenz) wurden Hinweise erarbeitet. Diese Hinweise werden auf der Themenseite "Arbeitszeitregelungen" bereitgestellt.

Weiterbildung zum Arbeits- bzw. Betriebsmediziner

Gefördert werden Vorhaben zur Bereitstellung von Weiterbildungsstellen und die Durchführung der Weiterbildung zum Facharzt beziehungsweise zur Fachärztin für Arbeitsmedizin sowie zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin.

http://www.sab.sachsen.de/meta/bereichsauswahl.jsp?fp_s=76864

Marginalspalte

OSHA - Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

OSHA-Logo

Uli Umsicht - Botschafter der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen

Playmobilfigur Uli Umsicht - Botschafter der Arbeitsschutz-Allianz Sachsen

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